Wie man eine Woche Urlaub ohne größere Schäden überlebt

Ein Ratgeber von Abschalten bis Strand

Eine Woche Urlaub auf einer griechischen Insel mit den besten Freunden? Klingt nicht nur vielversprechend und entspannend, sondern ist es auch. Zumindest wenn man mit ein paar kleinen Missgeschicken, verrückten Aktionen und körperlichen Beeinträchtigungen kein Problem hat. Was mich eine Woche Urlaub gelehrt hat und wie ihr es hoffentlich schafft, einen entspannten Urlaub genießen zu können, erfahrt ihr hier!

von Saskia Langrock

  • Abschalten
    Gerade auf einer langen Reise muss man mal abschalten können und sollte Musik dabei haben. Wichtig: Die Kopfhörer sollten funktionieren. Ansonsten könnte es zu der waghalsigen Aktion kommen, dass man an einem Bahnhof, an dem der Zug ca. 15 Minuten hält, schnell einen Rossmann sucht, um sich Ersatzkopfhörer zu kaufen. Ebenfalls ein gutes Mittel, um mal abzuschalten oder ein bisschen am Strand zu faulenzen, sind Bücher. Davon sollte man genug dabei haben, damit man nicht in Versuchung gerät, die Hotelbibliothek zu beklauen. Eine Möglichkeit seinen ganzen Bücherschrank auf einmal mitzunehmen, ist ein eBook-Reader. Der spart Platz, wiegt nicht so viel und sorgt dafür, dass man nicht mit kaputten Büchern aus dem Urlaub zurückkehrt.

 

  • Alkohol
    Gut ist, wenn im „All inclusive“-Angebot Alkohol enthalten ist. Man will schließlich auch mal feiern gehen und kann sich super in die Hotelbar setzen und dann losziehen. Leider ist meistens nur regionaler Alkohol enthalten und das ist nicht immer das beste Produkt. Da gibt es dann so nette Sachen wie Raki, die einen völlig vom Stuhl hauen und wenn der Barkeeper gut gelaunt ist, mischt er den Wodka Lemon auch mal mit 70% Wodka und 30% Lemon. Also immer schön aufpassen, denn man möchte nicht einen kompletten Urlaubstag mit Kater verbringen und dabei Notruf Hafenkante auf dem Zimmerfernseher schauen.

 

  • Ausflüge
    Wenn ihr Ausflüge auf eigene Faust plant, macht euch vorher Gedanken, was ihr genau anschauen wollt. Sonst sitzt ihr eventuell in glühender Hitze in einer fremden Stadt und versucht verzweifelt mit Karten und Google einen Plan für den Tag zu gestalten.

 

  • Busfahren
    Bevor man in einen Bus in einem fremden Land einsteigt, sollte man sich genauestens informieren, wie man hier deutlich macht, dass man an der nächsten Haltestelle aussteigen möchte. Stoppknöpfe gibt es nämlich nicht überall und man möchte ungerne gefühlt 10 Kilometer weiter im Dunkeln an einer einsamen Straße ausgesetzt werden.

 

  • Essen
    Essen in anderen Ländern kann toll sein. Vor allem in Griechenland gibt es überall Fleisch, Zwiebeln, Tsatsiki und Joghurt in riesigen Portionen. Wenn man dann auch noch  „All inclusive“ gebucht hat, hat man eigentlich alles richtig gemacht, denn man kann rund um die Uhr essen. Blöd ist nur, wenn das Essen im Speisesaal nicht beschriftet ist und man eigentlich gar nicht so genau weiß, was man da isst. Gut, dass es so einheitliche Sachen wie Pommes, Nudeln und Salate gibt.

 

  • Guide
    Wer mit einem Reiseveranstalter unterwegs ist, bekommt häufig einen Guide ins Hotel geschickt, der Angebote für Ausflüge macht und bei Fragen Ansprechpartner ist. Häufig kommt dieser Guide mit einem strahlenden Lächeln und einer abenteuerlustigen Art daher. Geht ihm am besten aus dem Weg. Vor allem, wenn ihr erst vor 2 Stunden angekommen seid, noch keinen Plan vom Urlaub habt, schlafen wollt und gereizt seid. Die Preise sind viel zu hoch und der Guide versucht wirklich alles, um euch zu überzeugen. Plant Ausflüge lieber auf eigene Faust.

 

  • Klimaanlage
    Klimaanlagen sind toll. Man kommt aus der brütenden Hitze in sein Zimmer, schließt die Tür auf und wird mit einem Schwall kühler Luft begrüßt. Man sollte es allerdings nicht übertreiben, denn dabei fängt man sich schnell eine Erkältung ein. Das ist nicht nur für die kranke Person ärgerlich, sondern auch für die anderen, die sich ständig das Niesen und Husten anhören müssen.

 

  • Kommunikation
    Kommunikation ist das A und O und sie funktioniert meistens auch mit Händen und Füßen. Trotzdem sollte man für den Ernstfall, dass man nicht ganz so alltägliche Dinge an der Rezeption erklären muss, immer einen internationalen Wortschatz bereithalten. Es ist nämlich relativ kompliziert einem russischen Touristen etwas auf Deutsch zu erklären, damit er es der russisch sprechenden Rezeptionistin auf Russisch erklären kann.

 

  • Menschen
    Im Urlaub landet man meistens nicht auf einer einsamen Insel und muss sich im Hotel, in den Städten und an den Stränden mit vielen Menschen herumschlagen. Wichtig ist, dass man nicht gleich über alles und jeden lästert, da auch andere Deutsche gerne mal in den Urlaub fahren und dich natürlich perfekt verstehen. Ganz besondere Menschen sind die, die vor ihren Restaurants und Bars auf ihr Beute warten und sie dann mit: „Helloooo Ladieees, you wanna have a drink?“ anlocken wollen. Extrem nervig und sie lassen sich nicht mal davon abbringen, wenn man schon längst ein Getränk in der Hand hat. Am besten einfach ignorieren und mit einem starren Blick vorbeilaufen.

 

  • Mücken
    Das Fenster sollte man nachts geschlossen lassen, es sei denn, man hat sich vorher mit Mückenschutzspray eingesprüht. Die Viecher sind im Ausland eindeutig  aggressiver und so kann es passieren, dass man in der Nacht zum Massenmörder wird, in einem blutbefleckten Bett aufwacht und trotzdem noch 58 Mückenstiche zählen kann.

 

  • Pooltoiletten
    Meistens gibt es am Hotelpool Toiletten, die die Gäste nutzen können, um nicht ganz in das Gebäude laufen zu müssen. Ist super praktisch, aber meistens auch super ekelig. Außerdem sollte man sich vorher mit dem Türschloss vertraut machen. Es ist nämlich nicht schön, wenn eine der Freundinnen völlig aufgelöst nach vierzig Minuten auftaucht und berichtet, dass der Hausmeister sie mit einem Hammer aus der Pooltoilette befreien musste.

 

  • Sand
    Wer den Tag am Strand verbringt, hat häufig auch im Hotel noch Sand an der Kleidung oder den Schuhen. Das Zeug wird man so schnell nicht mehr los. Man findet plötzlich Sand im Bett, im Bad oder in seinem Buch. Da kann man besser seinen Tag am Pool verbringen. Außerdem sehr wichtig: Bevor man den Sand aus der Strandtasche über dem Balkon ausschütteln will, sollte man überprüfen, ob noch Gegenstände in der Tasche sind oder ob gerade Leute unter dem Fenster lang laufen. Man möchte nicht zwei Sekunden später seine Unterhose auf dem Dach des Nebengebäudes liegen sehen und schon gar nicht auf dem Kopf einer anderen Person.

 

  • Sonne
    Sonne ist schön, wärmt und macht gute Laune. Man sollte sich aber trotzdem vor Sonnenbrand schützen. Solche Aktionen wie „Heute brauche ich mich nicht eincremen, wir laufen ja nur durch die Stadt, da bekomme ich keinen Sonnenbrand!“ gehen eigentlich nie gut. Es ist aber trotzdem ganz lustig am Ende des Tages die Person mit dem größten Sonnenbrand zu küren.

 

  • Strand
    Eine weitere Sache, über die man sich vor dem Urlaub informieren sollte, sind die Strände. Das schönste ist natürlich ein Sandstrand, bei dem man ohne Bedenken ins Wasser gehen kann. Leider gibt es auch viele Strände, bei denen die Küste sehr felsig ist. Es ist dort ziemlich schwer, gemütlich ins Wasser zu laufen, da man ständig in irgendwelchen Löchern stecken bleibt oder hinfällt. Vielleicht kann man aber auch besser damit umgehen, wenn man nicht zu trottelig ist.

 

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