Quizzen für Guinea

Freitagabend, 20 Uhr. Im Kukoon, dem Kulturzentrum im Buntentorsteinweg, sitzen im gemütlichen Ambiente einige Grüppchen junger Leute um die Tische. Es wird getrunken, gegessen und geredet.

Auffällig sind die jungen Menschen in blauen T-Shirts, die im Zentrum des Kukoons sitzen. Auf ihren Oberteilen ist der Aufdruck „Ingenieure ohne Grenzen“ zu lesen. Und genau um diese Gruppe ging es am Freitagabend: Die Regionalgruppe Bremen der Hilfsorganisation „Ingenieure ohne Grenzen“ hat ein Pubquiz im Kukoon organisiert, um ihr aktuelles Projekt in Guinea zu präsentieren, Spenden zu sammeln und gemeinsam Spaß beim Quizzen zu haben.

Der Verein engagiert sich seit 2003 in der internationalen Entwicklungszusammenarbeit unter anderem in den Bereichen Wasser-, Sanitär- und Energieversorgung sowie Brückenbau. Die Ehrenamtlichen arbeiten basierend auf dem Grundsatz der Hilfe zur Selbsthilfe, sodass die Projekte vor Ort nach der Umsetzung von der Bevölkerung selbständig betreut werden können. Ingenieure ohne Grenzen lebt durch das ehrenamtliche Engagement der Mitglieder und finanziert sich über Spenden. Anders als der Name vermuten lässt, können sich nicht nur Menschen aus dem Fachbereich der Ingenieurswissenschaften engagieren, vielmehr sind motivierte und engagierte Menschen mit jedem fachlichen Hintergrund willkommen, um Spenden zu sammeln, den Blog und die Website zu pflegen, Projektanträge zu schreiben oder wie hier ein Pubquiz zu organisieren. Die Gruppe trifft sich an jedem zweiten Dienstag im Monat zum Regionalgruppen-Treffen in der Hochschule – vorab findet ein Infoabend für alle Interessierten und Neulinge statt. Nähere Infos dazu sind auf der Webseite zu finden.

Schüler beim Händewaschen an der neuen Händewaschstation

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(© Ingenieure ohne Grenzen)

Aktuell widmet sich die Regionalgruppe dem Projekt „WASH macht Schule“, das die Verbesserung der Wasser- und Sanitärversorgung sowie des Hygienestandards einer Grundschule in Guinea als Ziel hat. Zusammen mit den Vereinen Kania e.V. aus Bremen und Agence Lönni aus Guinea wurde in dem westafrikanischen Bergdorf Kanty eine Zisterne zur Regenwassergewinnung und -speicherung erbaut. Das durch ein sogenanntes First-Flush-System gefilterte Wasser versorgt die Bevölkerung mit sauberem Wasser und macht auch die Toiletten in der örtlichen Grundschule wieder nutzbar. Im Zuge des Projektes werden außerdem Hygieneschulungen für Lehrer und Kinder durchgeführt und einheimische Handwerker weitergebildet. Durch diese Maßnahmen hat die Bevölkerung einen nachhaltigen Nutzen von dem Projekt und kann sich mit der neuen Wasserversorgung identifizieren.

Nachdem die „Ingenieure“ einen Einblick in ihr Projekt in dem kleinen westafrikanischen Land gegeben haben und die Spendenbox die Runde machte, wurde drei Runden lang gequizzt. Fragen aus den Bereichen Allgemeinwissen, Naturwissenschaften und Musik sowie die ein oder andere Scherzfrage sorgten für Spaß und Kopfzerbrechen. Insgesamt ein gelungener Abend, der auf eine lockere Art und Weise einen interessanten Einblick in die Arbeit von Ingenieure ohne Grenzen gegeben hat und Lust aufs Mitmachen erzeugen konnte.

Jana Böhme 

Titelbild: Ingenieure ohne Grenzen

 

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